Am 25.12.2022 hat Priester Oliver Schlayer den Weihnachtsgottesdienst in der Gemeinde Steinenbronn gehalten. Besonders die Kinder, für die es eine große Überraschung gab, standen im Mittelpunkt. Aber auch der Frauen-Chor hat für wunderbare weihnachtliche Stimmung gesorgt.
Unser Weihnachtsgottesdienst hatte diesmal einen ganz besonders festlichen Glanz. Als die ersten Kirchenbesucher das Gebäude betraten, wurden sie bereits mit festlichen Klängen des gerade noch probenden kleinen Frauenchores empfangen. Dieser Klangkörper kam, später noch durch einige Tenöre und Bässe ergänzt, im Gottesdienst zum Einsatz.
Da unser Vorsteher Priester Schindewolf mit seiner Familie die Feiertage bei ihrem Sohn in den USA verbrachten, hielt Priester Oliver Schlayer den Gottesdienst mit einer wichtigen Aussage aus dem Johannes- Prolog: Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns... (Joh. 1, 14). Jesus besuchte sein Volk, hinterließ in Form des Heiligen Geistes ein großes Stück Gottheit auf der Erde und versprach wiederzukommen.
Doris Werner- Loriz las uns die Weihnachtsgeschichte in der Matthäus- Variante vor; und Diakon Hüftle erläuterte in seinem Mitdienen die Dreieinigkeit Gottes anhand der drei Erscheinungsformen von H2O als Wasser, Dampf und Eis.
Nebst dem erwähnten kleinen Chor entführte uns Thomas Renz mit seinen festlichen Orgelklängen in eine weihnachtliche Atmosphäre.
Nach dem Höhepunkt des Gottesdienstes, dem Heiligen Abendmahl, dem Schlussgebet und dreifachen Segen dachten wir, nun wäre die Veranstaltung zu Ende. Aber da erfolgte der Aufruf an die Kinder, ganz nahe vor den Altar zu kommen. Etwas schüchtern kamen dann, teils in Begleitung der Eltern eine ordentliche Anzahl kleinerer und größerer Kinder mit erwartungsvollen Gesichtern, nach vorn.
Und jetzt? Ganz von hinten kam mit etwas schlurgendem und schleifendem Geräusch ein warm gekleideter bärtiger Mann und zog einen Schlitten hinter sich her. Sein warmes "ho- ho- hooo!" klang irgendwie dumpf und doch angenehm vertraut. Er hatte Stiefel an, eine Jeanshose, einen Wollpulli und darüber einen leicht nach Pferdemist duftenden langen Mantel sowie eine rote Wollmütze. Er erinnerte an ein Zwischending zwischen Weihnachtsmann und Knecht Ruprecht; aber doch deutlich sympathischer. Und dann auch noch der Strohsack auf dem Schlitten!
Der Mann stellte sich kurz vor, fragte die Kinder ob sie brav waren und fleißig, und begann auch schon die kleinen Päckle aus dem Rucksack zu nehmen. Da diese mit Namen versehen waren, konnte er gezielt jedem Kind das passende Geschenk überreichen.
Nach dieser überraschenden Bescherung bat er alle Kinder, sich vor den festlich geschmückten Christbaum zu stellen; und schon wurde mit Unterstützung der ganzen Gemeinde kräftig losgesungen: Oh Tannenbaum...!
Die Erwachsenen wurden ebenfalls nicht enttäuscht: Beim Verlassen der Kirche bekam jeder eine wunderschöne Weihnachtsbrezel überreicht. Beim Verabschieden kam bereits bei manchen schon die Frage auf:
Wann ist endlich wieder Weihnachten?