Diakon Konstantin Renz brachte es in seinem Predigtbeitrag auf den Punkt: da ist am dritten Mittwoch im Februar ein Lichter-Gottesdienst angesagt und paradoxerweise ist das Licht im Kirchenschiff aus. Stattdessen ein Meer aus Kerzen auf und um den Altar, das eine wunderschöne Atmosphäre erzeugte.
Bereits die Lesung vor dem Gottesdienst griff das Thema der Predigt auf: Der Maßstab soll Jesu Christus sein. Wir Christen bemühen uns, unser Handeln nach Jesus auszurichten, und zwar im Vergeben sowie in Akzeptanz und im Umgang mit dem Nächsten. Wenn unser Nachbar in der nächsten Mittagspause die Waschmaschine laufen lässt oder wir selbst die Musik zu später Stunde laut aufdrehen, erinnern wir uns hoffentlich daran, dass wir unserem Nächsten das gewähren wollen was wir selbst erfahren möchten. Gott schenkt seine Gnade dabei über alles menschliche Maß hinaus, er ist großzügiger als es ein Mensch je sein kann.
Der Frauenchor unterstrich das Thema des Gottesdienstes mit wunderschön vorgetragenen Liedern. Und so konnte man sich gar nicht entscheiden, ob man nun das Lied „Christus mein Licht“, „Hallelujah“ oder „So ist Versöhnung“ als Ohrwurm mit in die Restwoche nehmen sollte. Und weil Gott so wie besungen das wahre Licht ist, werden wir auch den nächsten Lichter-Gottesdienst natürlich nicht umbenennen.