Am 24. Juli 2022 besuchte Bischof Matthias Grauer die Gemeinden Esslingen-Mitte und Plochingen. Gemeinsam feierten sie in der Kirche in Esslingen-Mitte den Sonntagsgottesdienst.
Klangreise weckt Erwartungen
Vor dem Gottesdienst begrüßten die Kinder den Bischof mit einem „Klangspektakel“. Dabei waren typische Geräusche einer Urlaubsreise zu hören: Vom anfahrenden Wohnmobil bis zum Meeresrauschen. Das war große Klasse!
Kein Mangel
Das Orchester Esslingen-Plochingen leitete den Gottesdienst mit dem Lied „Nicht die Hälfte hat man mir gesagt“ ein. Der Bischof ging darauf ein, dass es vermutlich gar nicht gut wäre, wenn Gott uns alles sagen würde. Aber der Geist Gottes werde alles eröffnen, was gut für die Glaubenden sei, denn er wisse, was gebraucht werde. „Der Herr wird uns an nichts mangeln lassen.“ so der Bischof.
Fragen schaffen Klarheit
Grundlage für die Predigt des Bischofs war das Bibelwort aus Johannes 20, 13: „Und die sprachen zu ihr: Frau, was weinst du? Sie spricht zu ihnen: Sie haben meinen Herrn weggenommen, und ich weiß nicht, wo sie ihn hingelegt haben.“
Hier gehe um Maria Magdalena. Sie habe die Nähe zu Jesu gesucht, obwohl sie wusste, dass er nicht mehr da war. Es wurde ihr dann von Jesus die Frage gestellt: „Was weinst du?“ „Wenn Gott uns eine Frage stellt, so ist er nicht auf eine Antwort von uns angewiesen. Manchmal setzt bei uns aber ein innerliches Sortieren und Strukturieren ein, wenn Gott eine Frage stellt. Anschließend erlangen wir innere Klarheit über unseren inneren Zustand und können dann die Antwort Gottes erkennen.“ so Matthias Grauer weiter.
Gott verstehe alle Menschen und wende sich ihnen zu. Auch die Glaubenden sollten sich mit den Fröhlichen freuen und mit den Weinenden weinen und nicht von oben herab, sondern von innen heraus miteinander reden. Das zeichne Gemeinschaft aus, schloss der Bischof.