Apostel Volker Kühnle besuchte am Sonntag, 18. Juni 2017, die Gemeinde Esslingen-Mitte. In diesem Gottesdienst erhielten der frühere Vorsteher der Gemeinde, Hirte Wolfgang Bulling, und seine Frau Gerda den Segen zu ihrer Goldenen Hochzeit.
Die englische Gemeinde war zu diesem besonderen Festtag auch eingeladen. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst vom gemischten Chor sowie dem Orchester aus Esslingen-Mitte.
Als Textwort für den Gottesdienst legte Apostel Kühnle ein Wort aus 2. Korinther Kapitel 3 Vers 3 zugrunde: "Ist doch offenbar geworden, dass ihr ein Brief Christi seid, durch unsern Dienst zubereitet, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes, nicht auf steinerne Tafeln, sondern auf fleischerne Tafeln, nämlich eure Herzen."
Der Apostel ging zunächst auf das vom Chor vorgetragene Lied "Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzet" ein. Er führte dazu aus, dass der Schirm Gottes trotz aller Widrigkeiten in Takt sei und bleibe. Wir sollten dankbar sein, dass wir bewahrt geblieben seien im Glauben und Vertrauen auf Gott. Es sei ein Schirm der Hoffnung und der Zuversicht. Paulus habe den Schirm Gottes auch erlebt, obwohl er oft hätte denken können, der Schirm sei zu. Auch er habe Widrigkeiten erlebt, zum Beispiel in Form von großen Sorgen um die von ihm betreuten Gemeinden. Manchmal sei es notwendig, dass auch wir „blind“ würden wie Paulus, etwa wenn es darum gehe, im Mittelpunkt stehen zu wollen, statt das Evangelium nach dem Vorbild Jesu zu leben.
Weiter führt der Apostel einige Gedanken zum vorgelesenen Bibelwort aus: "Es ist offenbar, dass ihr ein Brief Christi seid“ – dies bedeute, dass wir auch heute die Gebote halten sollten, und das sei immer noch schwer. Er stellte die Frage: „Wie leben wir das von Jesu gegebene neue Gebot, ihr sollt euch untereinander lieben?Wer Gott liebe, aber seinen Nächsten hasse, der sei ein Lügner. Der Apostel stellte weitere Fragen in den Raum: „Reden wir nur von unserem Glauben oder leben wir ihn auch? Lieben wir alle Menschen, auch den Einbrecher, der uns bestohlen hat?“In der unruhigen Zeit sollten wir nicht noch unruhiger werden. Als Brief Christi könnten wir die Ruhe bewahren und so ein lesbarer Brief, ein Verkünder des Wortes und der Wohltaten Gottes, sein.
Zu einer Predigtzugabe wurde Bezirksevangelist Thomas Müller an den Altar gerufen. Er griff den Schirm Gottes noch einmal auf und sprach an, dass uns so mancher Schatten angeboten werde, der beispielsweise zu unserer eigenen Meinung passe, doch man sollte besser unter dem Schirm Gottes bleiben, um Gott nahe zu sein.
Bezirksevangelist Martin Stotijn betonte in einem weiteren Predigtbeitrag, dass es Mühe mache, nach Jesu Vorbild zu leben. Wir seien Menschen, uns begegneten Dinge, die uns missfielen. Es sei nicht leicht, nach dem Evangelium zu leben, aber möglich.
Zum Segen zur goldenen Hochzeit gibt Apostel Kühnle dem Goldhochzeitspaar noch ein paar Gedanken Gottes mit. Zur Einstimmung auf diesen besonderen Moment hatte der Chor das Lied "Mit dir o Herr verbunden" vorgetragen und Apostel Kühnle sagte, dass das Paar dies in den letzten 5 Jahrzehnten jeden Tag erlebt habe. Was sie genau erlebt hätten, wüßte Gott und wüßten die Beiden selbst. Schwester Bulling habe ihren Mann in seiner Amtszeit stets unterstützt und damit ein großes Opfer gebracht. Der Hirte sei ein Segen gewesen, so der Apostel. Nun sei es an der Zeit auch nach vorne zu schauen, denn vorne seien auch die Augen. Mit diesen solle man auch nach oben schauen, zum lieben Gott. Der Apostel zitierte aus Offenbarung 1 Vers 8: "Ich bin das A und das O, spricht Gott der Herr, der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige." Gott sei der Anfang und das Ende und bei Gott könne man ohne Sorge, ohne Angst und ohne Tränen sein. Er lasse die Menschen immer wieder die Wunder seiner Liebe erleben. Die Sorgen des Lebens seien dennoch da und verständlich, aber man könne sie getrost auf den Herrn werfen, denn er werde weiter für die Menschen und besonders auch für das Goldhochzeitspaar sorgen.
Die Gemeinde Esslingen-Mitte freute sich sehr über das Jubiläum des ehemaligen Vorstehers und seiner Frau und beglückwünschte die beiden von Herzen.