Am Mittwoch, 16. Juli, fand in der Neuapostolischen Kirche Nürtingen bei hochsommerlichen Temperaturen ein Gottesdienst für alle Kirchenmitglieder des Bezirks Stuttgart-Degerloch statt.
Bezirksapostel Michael Ehrich, Leiter der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland, war gekommen, um am Abend den Gottesdienst mit mehreren Hundert Glaubensgeschwistern und Gästen zu feiern.
Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand ein Bibelwort, das Stammapostel Jean-Luc Schneider vor Kurzem in einem Gottesdienst verwendet hatte: „Und ich bin darin guter Zuversicht, dass der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird’s auch vollenden bis an den Tag Christi Jesu.“ (Philipper 1,6). Zuerst ging Ehrich auf ein Lied des Chors ein, das von einem offenen Herzen handelt. Gläubige sollen ein offenes Herz haben, um Anregungen und Hinweise von Gott erkennen und im Alltag nachhaltig umsetzen zu können. Passend dazu zitierte er ein Bibelwort aus Sprüche 16,3: „Befiehl dem Herrn deine Werke, so wird dein Vorhaben gelingen.“ Jeder Mensch habe individuelle Vorstellungen und Wünsche im Leben. Wenn man das Wort Gottes als Maßstab in den Alltag integriere und seine Vorhaben regelmäßig prüfe, so würden sie am Ende gelingen.
Anschließend ging der Bezirksapostel näher auf das Bibelwort Philipper 1,6 ein, das Sicherheit und Zuversicht ausdrücke. Sicherheit basiere auf Gott selbst, denn er spreche die Wahrheit. „Der Glaube, dass das Wort vom Altar das Wort Gottes ist, ist unabdingbar. Daraus ziehen wir die Sicherheit in unserem Leben“, so Ehrich. Er nannte vier konkrete Punkte, die den Besuchern des Gottesdienstes Zuversicht vermitteln sollten: Die Allmacht Gottes übersteige alle Grenzen des menschlichen Denkens. „Was wir Menschen wissen, ist wie ein Tropfen. Was Gott weiß, ist wie ein Meer“, verglich der Bezirksapostel. Des Weiteren sei die Liebe des himmlischen Vaters unendlich groß. Nichts könne den Menschen von der Liebe Gottes trennen. Als nächstes nannte Ehrich das göttliche Versprechen der Wiederkunft seines Sohnes Jesus Christus. Zudem seien die Ämter und die Kirche von Gott gegeben. Um diese vier Punkte der Sicherheit in Gott zu glauben, sei tiefes Vertrauen notwendig. „Der Glaube ist ein Geschenk Gottes. Nur wer glaubt und vertraut, kann sich die Geschehnisse vorstellen, das Versprechen annehmen und daraus Zuversicht gewinnen“, schlussfolgerte Ehrich.
Eine weiterer Predigtbeitrag kam von Bezirksevangelist Dietmar Brodbeck aus dem gastgebenden Kirchenbezirk Nürtingen. Er wies darauf hin, dass der Erhalt von Sicherheit immer mit Zeit und Aufwand verbunden sei. So auch im Glaubensleben, das Zeit und Engagement erfordere. Der regelmäßige Besuch der Gottesdienste sei dabei wie ein Termin beim „TÜV“, wo man immer wieder prüfen müsse, ob eine Nachjustierung notwendig sei. Um die Sicherheit im Leben zu bewahren, sollen Gläubige den Rat Gottes annehmen und Freude am Herrn haben.
Nach der Feier des heiligen Abendmahls endete der Gottesdienst mit Gebet und Schlusssegen.