Unter dem Motto: Gemeinsam an einem Tisch gibt es auch in Esslingen die Vesperkirche.
Inzwischen wird zum 7. Mal für drei Wochen die Esslinger Frauenkirche geöffnet, um schmackhafte warme Mahlzeiten zu servieren, aber auch um den Besuchern Zuwendung und Beachtung zu schenken.
Die umfangreiche Organisation wird von der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde, dem Kreisdiakonieverband in Kooperation mit der Katholischen Kirche, sowie der Caritas Fils-Neckar-Alb durchgeführt. Das Essen wird die Woche über von der Daimler-Kantine und am Wochenende vom Betreiber des Geriatrischen Zentrums Kennenburg geliefert.
Für ca. 15 verschiedene Tätigkeiten von Essensausgabe, Gäste bedienen, Geschirrrückgabe, Spülen, bis zum Schürzen waschen, braucht man täglich viele freiwillige Helfer!
Rund 300 Erwachsene und 140 Schüler/innen und Auszubildende sind als ehrenamtlich Helfende für die Gäste da, oder „hinter den Kulissen“ tätig. Sie machen dieses Begegnungsprojekt erst möglich.
So helfen an verschieden Tagen auch Mitglieder der Neuapostolischen Kirchengemeinden des Kirchenbezirks Esslingen vor Ort, oder als Kuchenspender. Zum Beispiel wurden am 5. März 25 Kuchen von den Mitgliedern der Gemeinde Esslingen gebacken.
Jeweils um 12 Uhr wird die „Vesperkerze“ angezündet und mit einer kurzen Andacht eines Seelsorgers das Essen eröffnet. Auch um 13 Uhr gibt es eine kleine Andacht, zum Beispiel eine Geschichte mit christlichem Hintergrund und/oder ein gemeinsam gesungenes Lied. Um 14 Uhr wird der Einlass für Besucher beendet.
So kann man jeden Tag viele dankbaren Besucher erleben. Es gibt immer ein dreigängiges Menü, dabei auch ein vegetarisches Essen, sowie Kaffee und Kuchen. (Zusammen Euro 1.50)
Alles wird aus Spenden von Firmen, Geschäften, Banken/Sparkassen und Bürgern finanziert. Auch Nichtbedürftige können hier essen, sie bezahlen dann bereitwillig 5.- bis 10.- Euro pro Mahlzeit. Diese Begegnungen von Besuchern und Helfern stärken den Gemeinschaftssinn in der Stadt.
Für Dekan Weißenborn ist die Vesperkirche nicht nur ein Beispiel für gelebte christliche Nächstenliebe und ökumenische Zusammenarbeit, sondern auch für großes bürgerliches Engagement.