Das Osterfest 2017 war im Bezirk Esslingen besonders gesegnet: Bezirksapostel Michael Ehrich führte am Ostersonntag, 16. April 2017, den Ostergottesdienst in der Kirche Esslingen-Mitte durch. In dem Gottesdienst wurde Hirte Thomas Müller, Vorsteher der Gemeinde Esslingen-Berkheim, zum Bezirksevangelisten ordiniert.
Ein besonderes Gepräge hatte der Gottesdienst auch durch die Ruhesetzung von Bezirksevangelist Karl-Otto Schöllkopf, der nach 39 jähriger Tätigkeit als Amtsträger im Bezirk Esslingen, davon 24 Jahre als Bezirksevangelist, mit dem Erreichen der Altersgrenze in den wohlverdienten Ruhestand trat.
Der Gottesdienst wurde in die Kirche Plochingen übertragen, wohin die Gemeinden Altbach und Plochingen eingeladen waren, so dass ihn alle Gemeinden des Bezirks erleben konnten.
Es gab eine vielfältige musikalische Mitgestaltung des Gottesdienstes – insbesondere auch zu Ehren des scheidenden Bezirksevangelisten Schöllkopf, der für die musikalischen Aktivitäten im Bezirk Esslingen verantwortlich war: Zum einen durch einen großen gemischten Chor, den Sängerinnen und Sänger der Gemeindechöre der nach Esslingen-Mitte eingeladenen Gemeinden bildeten, zum anderen durch das Regionalorchester der Bezirke Esslingen und Göppingen/Kirchheim, dessen Gründungsmitglied und Vizedirigent der damalige Diakon Karl-Otto Schöllkopf war. Zudem kam der Jugendchor des Bezirks Esslingen zum Einsatz.
Der Bezirksapostel legte seiner Predigt das Bibelwort aus dem Johannes-Evangelium zugrunde, in dem zum Ausdruck kommt, dass die Jünger Jesu erst nach Ostern verstanden, was er über seinen Opfertod gesagt hatte, und dass dies der Ausgangspunkt ihres Glaubens war: „Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Brecht diesen Tempel ab und in drei Tagen will ich ihn aufrichten. Als er nun auferstanden war von den Toten, dachten seine Jünger daran, dass er dies gesagt hatte, und glaubten der Schrift und dem Wort, das Jesus gesagt hatte.“ (Kapitel 2, Verse 19 und 22).
Unter dem Eindruck des zu Gottesdienstbeginn vom gemischten Chor vorgetragenen Lieds „Jubelklänge, Festgesänge, nah und ferne froher Schall!“ gab Bezirksapostel Ehrich seiner Hoffnung Ausdruck, die ganze Gemeinde möge eine große Osterfreude darüber empfinden, dass Jesus Christus wahrhaftig auferstanden ist. Die Auferstehung sei für die urchristlichen Gemeinden zum Fundament ihres Glaubens geworden. Als sie hätten Verfolgung erleiden müssen, und viele der ersten Christen wegen ihres Glaubens sogar umgebracht worden seien, habe ihnen dieser Auferstehungsglaube Halt und Mut gegeben. Auch heute noch gebe der Auferstehungsglaube den Glaubenden vor allem auch in schwierigen Lebenssituationen solche Unterstützung.
Vor dem Hintergrund, dass heute selbst Christen nicht mehr wüssten, was an Ostern geschehen sei – so hätten bei einer Umfrage nicht wenige der dabei befragten Christen geantwortet, an Ostern habe Jesus Christus geheiratet –, müsse es, so der Bezirksapostel, um so mehr Aufgabe der neuapostolischen Christen sein, fest an die Auferstehung Christi zu glauben und diesen Glauben auch anderen mitzuteilen.
Zu einem Predigtbeitrag rief der Bezirksapostel Apostel Volker Kühnle und – zum letzten Mal im aktiven Dienst – Bezirksevangelist Karl-Otto Schöllkopf an den Altar.