Am Sonntag, dem 3. Mai 2026, kamen Bezirksvorsteher Jörg-Uwe Müller und sein Stellvertreter Holger Traub aus einem besonderen Grund nach Esslingen-Wäldenbronn: In diesem Gottesdienst wurden die traditionsreiche Gemeinde Sulzgries (130 Jahre) und die Gemeinde Wäldenbronn (65 Jahre) zusammengeführt. Die neu fusionierte Gemeinde Esslingen-Nord hat ihren zukünftigen Standort in der Stettener Straße 71/1 in Esslingen.
Als Grundlage diente das Bibelwort aus Apostelgeschichte 4, 12: „In ihm allein gibt es Erlösung! Im ganzen Himmel gibt es keinen anderen Namen, den die Menschen anrufen können, um errettet zu werden.“ Zu Beginn sang der Chor das Lied "Ich, der Herr von Erd und All".
Der Bezirksvorsteher Jörg-Uwe Müller ging auf die Zusammenführung ein: „Vielleicht hat der eine oder die andere das Gefühl, dass wir ein Stück Identität und Tradition aufgeben und fühlt dabei ein Stück Wehmut.“ Er nahm Bezug auf das Chorlied: „Ich bin hier, Herr!“ Diese Aussage könne jeder in der neuen Gemeinde mitnehmen. Zu Beginn des Gottesdienstes verrutschte das am Altar liegende mit Blumen geschmückte Herz ein wenig. Darauf ging der Bezirksvorsteher ein: „Als ich das Herz von unten sah, kam der Gedanke eines pulsierenden Herzens auf. Ich wünsche, dass unsere Herzen für die neue Gemeinde sowie für Jesus Christus und seine Kirche auch in der Zukunft schlagen werden.“
Der stellvertretende Bezirksvorsteher Holger Traub ging in seinem Predigtteil auf die Veränderungen in der Kirche und im Leben ein und wies darauf hin, dass - in jedem Lebensalter - ständig Veränderungen zu meistern seien. Im Bezug auf das Lied des Chores stellte er die unendliche Tiefe und Dimension des Alls nachdrücklich dar und sagte: „Dies alles gilt auch für unseren Glauben, wenn eine Seele ewig bei Gott wohnen darf. Ein weiteres Bild zeigt das Lied ‚Ins Wasser fällt ein Stein’; diese Wellen breiten sich aus und wir sind Teil dieser Wellen. Wer sich darüber freut, kann das Bild mitnehmen, weil es unsere Zukunft ist.“
Der Vorsteher der neuen Gemeinde, Reiner Schwämmle, erwähnte, dass die heutige Fusion ein Hochzeitstag für beide Gemeinden sei und etwas Neues beginne. Im Weiteren zeigte er den Psalm 45 auf, in dem das hohe Lied der Freude beschrieben wird. Die 130 Jahre Sulzgries seien nicht vorbei, sondern dieser Teil der Gemeinde werde zu einem Teil der neuen Gemeinde. „Lasst uns das alles weiter in der Liebe und im Miteinander tun. Ich danke euch für die Mithilfe und Unterstützung in der neuen Gemeinde - lasst uns die Zukunft gestalten“, so Schwämmle.
Nach der Sündervergebung und der Feier des Heiligen Abendmahles bestätigte der Bezirksvorsteher alle in den Gemeinden tätigen Seelesorgerinnen und Seelsorger, alle weiteren ehrenamtlich Tätigen wie Lehrkräfte, Chorverantwortliche, Musikbeteiligte, Jugendbetreuer und Gemeindehelfer für die neue Gemeinde Esslingen-Nord. Er dankte für die Mitarbeit und wünschte, dass Gott die neue Gemeinde in der Zukunft segnen und begleiten möge.
Nach dem Gottesdienst durften alle Teilnehmenden noch ein Beisammensein im Untergeschoss der Kirche erleben. Ein Dankeschön geht an alle helfenden Hände und Herzen in der neuen Gemeinde.