Zu einem besonderen Festgottesdienst versammelten sich die Gemeinden Leinfelden-Echterdingen, Degerloch, Schönbuch und Stuttgart-Filder am Mittwoch, 4. November 2026, in der Kirche Stuttgart-Filder.
Apostel Jürgen Loy stellte die Predigt unter das Bibelwort aus 1. Petrus 4,10: „Und dient einander, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat, als die guten Haushalter der mancherlei Gnade Gottes.“
Die Gnadengabe als geistliches Fundament
Im Mittelpunkt seiner Predigt stand das Verständnis der biblischen Gaben als unverdientes Charisma Gottes. Der Apostel hob hervor, dass jeder Gläubige mit Gaben beschenkt sei, die nicht aus eigener menschlicher Anstrengung stammen. „Bevor wir geben, sind wir Empfangende“, so Apostel Jürgen Loy. Ob durch Ermutigung, tröstende Worte oder ein stilles Vorbild im festen Glauben – jede Gabe diene dem Wohl des Nächsten und weise direkt auf Jesus Christus hin.
Geistliche Haushalter und göttliche Fülle
Anhand der Urtext-Formulierung des „guten Haushalters“ zog der Apostel einen bildhaften Vergleich zur Ökonomie, der im Reich Gottes ganz anderen Gesetzmäßigkeiten folge. Dies verdeutlichte er am Beispiel der Salbung Jesu durch Maria, die kostbares Nardenöl ohne Berechnung hingab. Während menschliches Ermessen oft auf Effizienz und Sparsamkeit schaue, schenke Gott seine Liebe grenzenlos. „Sie gibt etwas aus dem Überfluss der Liebe heraus“, sagte der Apostel über diese Hingabe, die das Handeln in der Gemeinde prägen solle.
Drei Priesterinnen für die Region
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls ordinierte der Apostel für die Gemeinden Leinfelden-Echterdingen, Schönbuch und Stuttgart-Filder jeweils eine Priesterin. Die bisherigen Diakoninnen empfingen in der Ordination Vollmacht, Heiligung und Segnung für ihr neues Amt.
Vor den Ordinationen bekräftigte der Apostel den Wunsch nach einer lebendigen und offenen Gemeinschaft, in der sich alle Generationen getragen und geborgen fühlen können. Dank des Zusammenwirkens der unterschiedlichen Gaben und Ämter werde die Kirche Christi erfahrbar.
Nach dem Schlusssegen konnte die Gemeinde bei der Verabschiedung den Priesterinnen ihre guten Wünsche mitgeben – die Schlange war lang …