Es war am Vorabend des Ersten Weltkriegs, als die gerade einmal ein Jahr alte Gemeinde Stuttgart-Degerloch im Frühsommer 1914 ihre Kirche in der damaligen Bismarckstraße einweihte.
Heute heißt die Straße „Leinfeldener Straße“ und auch das 100 Jahre alte Kirchengebäude hat sich schwer verändert. Aus bescheidenen Anfängen – in den ersten Jahren wurden die Gottesdienste im untersten Stockwerk des Wohnhauses gefeiert – ist eine lebendige und stattliche Gemeinde hervorgegangen. Nach dem letzten Umbau, für den das renommierte Architekturbüro Dasch und Zürn verantwortlich zeichnete, wurde das Kirchengebäude 1997 beim Wettbewerb „Beispielhaftes Bauen“ ausgezeichnet.
Doch nicht nur die herausragende Architektur und die interessante Orgel, die in Teilen auf der Pfeifenorgel von 1936 basiert, haben die Gemeinde über ein ganzes Jahrhundert bestehen lassen. Auch „hinter der Fassade“ geschieht viel in der Degerlocher Gemeinde. Neben dem aktiven Chor und den verschiedenen Instrumentalensembles kann sich die Gemeinde über eine gute Altersstruktur freuen: Von den über 100 allsonntäglichen Gottesdienstbesuchern sind ca. 30 unter 30 Jahre alt, es gibt zahlreiche junge Familien mit Kindern und in allen Altersgruppen von den Kleinkindern bis zu den Senioren ist ein hoher Grad an Aktivität auszumachen.
Geleitet wird die Gemeinde seit acht Jahren von Gemeindeevangelist Jörg-Uwe Müller, unterstützt wird er von vier Priestern und sieben Diakonen.
Das Jubiläum wird mit einem Festakt, einem Jubiläumsgottesdienst mit großem Jubiläumsfest, einer Chronik und weiteren Aktionen gefeiert. Der Festakt findet am 23. März statt, zahlreiche Vertreter aus Politik, Kirche und Gesellschaft haben ihr Kommen angekündigt. Zum Jubiläumsgottesdienst mit anschließendem Jubiläumsfest am 29. Juni im SSB-Veranstaltungszentrum Waldaupark sind auch ehemalige Degerlocher herzlich willkommen. Zum Jubiläumsfest ist eine Anmeldung unter 100@nak-s-degerloch.de erforderlich.