Mit einem Festakt wurde am vergangenen Sonntag, 23. März, das 100-jährige Jubiläum der Neuapostolischen Kirche Stuttgart-Degerloch gefeiert.
Gemeindevorsteher Jörg-Uwe Müller begrüßte in der Kirche in der Leinfeldener Straße 23 zahlreiche Ehrengäste aus Politik, Kirchen und Gesellschaft zu den Feierlichkeiten.
Apostel Volker Kühnle ging in seiner Begrüßungsansprache auf die 100-jährige Geschichte der Gemeinde ein und zeigte sich begeistert vom Mut der Gründerväter der Gemeinde, die schon nach kurzer Zeit des Bestehens der Gemeinde im Jahr 1914 eine Kirche einweihten, in der sich die Gemeinde noch heute versammelt. Der Gemeinde wünschte er, auch nach 100 Jahren des Bestehens – frei nach Hermann Hesse – „bereit zu bleiben zu Aufbruch und zu Reise, damit keine Gewöhnung uns blockiert“.
Die Degerlocher Bezirksvorsteherin Brigitte Kunath-Scheffold gratulierte der Gemeinde auch im Namen des Oberbürgermeisters zum einhundertjährigen Bestehen. „Wenn die Steine dieses Kirchengebäudes reden könnten, würden sie von der christlichen Hoffnung und Freude erzählen, von der Ihre Gemeinde noch heute lebt.“, so Kunath-Scheffold in ihrer Ansprache. „Lassen Sie etwas von Ihrer Kraft und Ihrem Tun noch stärker in die ökumenische Begegnung in Degerloch fließen“, bat die Bezirksvorsteherin die Kirchengemeinde.
Weitere Ansprachen kamen von Vertretern der Kirchen vor Ort. Der evangelische Dekan Degerlochs, Dr. Wolfgang Röhl, zeigte in seinem Grußwort verschiedene Formen der Nachbarschaft auf. „Ich bin sehr froh, dass aus der Wahrnehmung von außen eine direkte Begegnung geworden ist und hoffe, dass es mit der guten Nachbarschaft weiter vorangeht“, so Röhl.
Als Vertreter der Katholischen Kirche sprach Dr. Michael Pope zu den Anwesenden und gratulierte auch im Namen von Stadtdekan Hermes zum Jubiläum. „Wir können manches voneinander lernen und von Begegnungen und vom Austausch unserer je eigenen Glaubenserfahrungen nur profitieren“ so Pope in seiner Ansprache.
Musikalisch wurde der Festakt von Orgel, Kinderchor, Flötenensemble, Gemeindechor, Mädchenchor und Jugendchor der Gemeinde umrahmt. Mit einem gemeinsam gesprochenen Vaterunser endete der Festakt.
Bei Flammkuchen und kühlen Getränken bestand anschließend im Untergeschoss der Kirche die Möglichkeit für gute Gespräche.