Wenn die Stühle aus dem Keller hoch geräumt werden … Wenn seitlich im Kirchenschiff auf einmal Stühle stehen … Wenn vorne im Kirchenschiff alle kleinen Stühle aufgestellt sind … Wenn es im Kirchenschiff (meistens) dunkel bleibt … Wenn wirklich alle Kinder mit im Kirchenschiff dabei sind … Wenn die Spannung vor allem bei den Kleinen steigt …
…, dann ist wieder einmal Weihnachtsfeier in der Kirchengemeinde Degerloch angesagt. Groß und Klein, Jung und Alt – sie alle sind gekommen, um gemeinsam an diesem dritten Advent zu singen, zu lauschen, zu essen, zu feiern und Freude zu teilen. Auch zahlreiche ehemalige Degerlocher Gemeindemitglieder haben die Feierstunde zum Anlass genommen wieder einmal vorbeizuschauen. Die Kirche ist voll.
Traditionell wird ein Großteil des Programms von den Kindern der Gemeinde gestaltet. Das Täubchen des Friedens stand dieses Mal im Mittelpunkt. Unter dem laut strahlenden Sternenhimmel, dargestellt von den allerkleinsten Gemeindemitgliedern mit Zimbeln, Trommeln und Glockenspiele, wird das Täubchen mit dem grauen Federkleid ganz traurig. Es wünscht sich, genau so hell zu strahlen wie die Sterne. Da kommt der hellste Stern des Himmels zu ihm herab und schenkt dem Täubchen etwas von seinen Strahlen. Aus der grauen Taube wird daraufhin eine strahlend weiße Taube, die in die Welt hinausfliegt und unter den Menschen eine Friedensbotschaft verbreitet. Vom Frieden der Taube angesteckt feiern am Ende alle Kinder ein friedvolles Weihnachtsfest. So friedvoll, dass sogar Katze und Maus, Hase und Fuchs oder Käfer und Specht einträchtig zusammen sind und sogar friedlich miteinander tanzen.
Im Anschluss an die Weihnachtsfeier teilten alle Gemeindemitglieder ihre mitgebrachten Speisen am großen Buffet. Die Jugendlichen der Gemeinde luden im Innenhof zu Punsch, Glühwein und selbst gebackenen Waffeln ein. In entspannter Atmosphäre konnten so viele schöne Gespräche geführt und neue Gemeindemitglieder kennengelernt werden.